Reise zum Salz der Algarve

Sollten Sie die portugiesische Algarve besuchen und in den Westen Richtung Spanien kommen, dann machen Sie unbedingt einen Ausflug in die Salzstadt Castro Marim. Besuchen Sie die traditionellen Salzgärten und relaxen dort einen Nachmittag an den Salinen. Bleiben Sie bis zum Sonnenuntergang. An der selbst gezimmerten Holzbar unserer Salzproduzenten gibt’s in der Saison immer ein kühles Bier. Und ab Sommer 2017 können sich Besucher in dieser Saison auf dem Salinengelände in heilenden Schlammbädern wohlfühlen oder auch in einer hoch angereicherten Solelösung wie im Toten Meer floaten und relaxen. Das vielfach prämierte und handgeschöpfte Meersalz RAW aus dieser jahrhundertealten Salzstadt können Sie aber auch schon hier und jetzt in vielen Varianten kosten und unter portusal.com erhalten.

 Im Januar war ich eine Woche in Castro Marim, um den Kontakt mit der dortigen Kooperative unserer Salzproduzenten zu pflegen. Mr. Rodrigues, der Geschäftsführer der Kooperative, empfing mich bei 18 Grad und blauem Himmel. Mein Besuch war eine intensive Reise in die Welt des Salzes, begleitet von der Gastfreundlichkeit der Portugiesen und in einer wunderschönen, Natur geschützten Umgebung direkt am Atlantik.

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Mein Anliegen war es – neben der Entwicklung neuer Bio-Gewürzmischungen mit Flor de Sal - mir einen Überblick über die Arbeiten in den verschiedenen Salinen außerhalb der Produktion zu verschaffen (Reparaturen der Salinenböden und Begrenzungen), und mehr über die wichtige Zusammenarbeit mit den regionalen Umweltbehörden zu erfahren. Meine Reise war sehr beeindruckend für mich und hat meine Überzeugung gestärkt, dass ich mit der Wahl des naturbelassenem Meersalz aus der Kooperative, die mit Auszeichnungen und Prämien überschüttet wird, die richtige Wahl für mein Produkt getroffen habe.

 Lesen Sie mehr:

  • Salz aus dem Herzen des Naturreservats

  • Flüssiges Meersalz – gut für die Gesundheit

  • Kooperative der lokalen Kleinerzeuger

  • Herr Padua – 50 Jahre Saliniero

  • Berlin – Lissabon – Castro Marim

 

Salz aus dem Herzen des Naturreservats

Castro Marim ist Salz. Von Salinen umkreist, wird diese 1000jähre Stadt und die komplette Geschichte dieser Region von dem weißen Gold geprägt.

 Unsere Saline befindet sich im Herzen des Naturreservats „Reserva Natural do Sapal Castro Marim (www.icnb.pt). Die Gewässer sind frei von Industrien und Abwässer, die Reinheit der Tonerde und die handwerkliche Gewinnung erlauben es, das Salz so pur zu halten, dass es weiß, glänzend und reich an Meeresmineralien ist. Diese Qualität wird periodisch durch Produkt-Lokalisierungs- und Herstellungsprozesskontrollen bescheinigt wie international durch „Nature et Progres“, national durch SATIVA sowie durch permanente Laboruntersuchen vor Ort.

Da im Januar nicht geerntet wird, werden Ausbesserungsarbeiten in der Saline vorgenommen, die Lagerhalle gestrichen, und man bereitet sich auf die kommende Saison vor. Das ganze Gebiet besteht aus dutzenden Becken, Verbindungen, Ein-und Zuflüssen für das Meerwasser.

 

Flüssiges Salz – gut für die Gesundheit

Zum Thema „Salz und Gesundheit“ gab es noch weitere Neuigkeiten: Ab sofort auf dem Markt und auch in meinem Shop portusal.com erhältlich: RAW – flüssiges Meersalz. Unser sogenanntes „Blutdruck-Salz“ enthält 20mal mehr natürliches Magnesium und fünfmal weniger Natrium Chlorid.

Es wird gegen Ende der Saison im sogenannten Crystallizer „Aquamae“ gewonnen. Das Wasser in diesen Becken besitzen einerseits eine hohe Dichte an Mineralien und einer speziellen Zusammensetzung aus Sulfaten, Magnesium, Chloriden sowie andererseits einen niedrigeren Natriumgehalt als im Industriesalz. Bei erhöhtem Magnesiumbedarf (z. B. für Sportler) empfehlen Ernährungswissenschaftler kaliumreiche, natriumarme Ernährung.

 

Kooperative der lokalen Kleinerzeuger

Kurz einige Anmerkungen zu der Kooperative und der Vermarktung: Im Jahr 2005 haben sich zehn Besitzer einzelner Salinen zu einer Non-Profit Kooperative zusammengeschlossen, um die lokalen traditionellen Kleinerzeuger bei der Förderung und Verbreitung in nationalen und internationalen Märkten zu unterstützen, dies unter dem Namen „Terras de Sal C.R. L.

Ca. acht bis zehn Arbeiter in den jeweiligen Salinen gehören dazu, wie auch der jetzige Vertriebsleiter Mr. Rodrigues.

Voraussetzung zur Gründung der Kooperative beinhaltete ein Vertrag mit der örtlichen Umweltbehörde, die der Kooperative bestimmte Auflagen machte: z. B. Bewässerung aller Salinen in der „off season“. Mit einem Maßnahmenkatalog für das 2000 Hektar große Naturreservat wurde die nötige Symbiose zur Herstellung des traditionellen Meersalzes und eines ausgewogenes Ökosystem geschaffen: Vögel, Meerestiere, Flora und menschliches Handeln.

 Dann durfte ich das krasse Gegenteil dieses geschützten Naturraumes erleben: die Produktionsstätte des industriellen Salzes, das man normalerweise für ein paar Cent im Supermarkt kaufen kann: In einem kargen, öden Gebiet ohne Bäume und Sträucher erheben sich langgezogene, graue Berge von undefinierbarer Masse, Salzberge. „Wenn die Menschen das sehen würden,“ meint Mr. Rodrigues, “dann würde sie das hier nicht als Salz kaufen“. Neben den Salzbergen erstrecken sich riesige Salinen, die mit Bulldozern „bewirtschaftet“ werden. Das Salz unter freiem Himmel - bis es in die Fabrik gebracht wird, wo es aufgekocht, reingewaschen und mit Weißmachern und Rieselhilfe, NaCl oder Jod versetzt wird. Fertig ist das nach EU-Recht zertifzierte Speisesalz mit 98 % NaCl. (Naturbelassenes Meersalz hat in der Regel ca. 95% NaCl).

 

Herr Padua – 50 Jahre Saliniero

Nach einem weiteren Besuch im Showroom der Kooperative, wo auch abgefüllt wird, begegneten wir dann draußen auf der Bank einem alten Herren, Adekino Padua – 80 Jahre alt.

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50 Jahre davon hat er als „Saliniero“ in den Salzgärten vor Ort gearbeitet. „Hart war es schon immer, bei über 30 Grad draußen zu arbeiten“, meinte er, „aber kein Vergleich zu früher, wo es noch keine Pumpen zur Entwässerung gab“, und „Es gab auch nicht viele, die handwerklich das Geschick hatten, die komplizierten Wälle, Schleusen und Übergänge in Schuss zu halten – und das bei einem Hungerlohn“.

 

Berlin – Lissabon – Castro Marim

Während meines Besuches habe ich in der Villa Stella direkt am Hafen gewohnt - drei Kilometer bis Castro Marim - und habe das frühlingshafte Wetter genossen. Schon toll, wenn es in Berlin friert und an der Algarve-Küste schon die Orangen an den Bäumen hängen. Ein Ausflug, der sich in jeder Hinsicht gelohnt hat.

Zuletzt ein Tipp: Wer im Winter oder Frühling von Berlin aus an die Algarve möchte: Billigflug nach Lissabon für ca. € 100 Hin und Rück buchen, Bahnticket im Netz von Lisboa nach Faro und zurück lösen (je Fahrt € 15, wenn man sich früher als fünf Tage vor Abfahrt ein Ticket kauft), und ein Auto am Flughafen von Faro buchen (da gibt’s die besten Angebote). Das Taxi Bahnhof Faro- Flughafen kostet ca. je € 10.

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